Evolutionsweg

Das hier vorgestellte Projekt ist der Versuch, die unvorstellbar lange Zeit von 4 600 000 000 Jahren, seit denen die Erde, soweit wir wissen, besteht, auf eine Strecke von gut einem Kilometer zu übertragen. In diesem Maßstab stellt ein Meter eine Zeitspanne von 4,1 Millionen Jahren dar, bzw. 1 mm entspricht 4100 Jahren, also etwa der Zeit, die seit dem Bau der ägyptischen Pyramiden vergangen ist.

Bedeutende Entwicklungen oder Ereignisse in der Evolution (bzw. Fossilfunde oder andere Belege dieser Entwicklungen) sind durch Schilder entlang dieses Weges gekennzeichnet, auf denen sie beschrieben werden.

Die einzelnen Punkte des Weges stellen nicht die direkte Entwicklung vom Beginn des Lebens bis zu uns Menschen dar. Vielmehr greifen sie Fossilfunde zu wichtigen Entwicklungen und Ereignissen aus dem großen und intensiv verzweigten Evolutionsbaum heraus, die unsere Welt, wie wir sie heute vorfinden, stark geprägt haben, oder ohne die es uns Menschen hier auf der Erde nicht gäbe.

Obwohl bei weitem nicht alle bedeutenden Entwicklungen mit einem eigenen Schild hervorgehoben werden konnten, wird deutlich, dass sich die Geschwindigkeit evolutionärer Entwicklungen exponentiell erhöht hat – sie vollzogen sich in ständig kürzeren Zeitabständen.

Dabei ist es immer wieder zu dramatischen Einschnitten in der Entwicklung des Lebens gekommen, ohne dass irgendwelche nicht natürlichen Einflüsse zu erkennen gewesen wären. Von diesen Einschnitten, die wir Massenaussterben nennen, gab es sicher unzählige. Die bedeutendsten sechs von ihnen sind auf den Schildern besonders vermerkt. Die meisten davon sind nach unserem bisherigen Wissensstand durch extreme Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeitspannen hervorgerufen worden, wobei die Gründe für diese Temperaturschwankungen höchst unterschiedlich waren. Beispiele sind der Anstieg bzw. die Abnahme der  CO 2-Konzentration, das Auftreten von Sauerstoff in der Atmosphäre, aber auch Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge oder Kontinentalverschiebungen. Das letzte dieser großen Massenaussterben löschte vor ca. 65 Mio. Jahren die Saurier und viele weitere Tier- und Pflanzengruppen aus.

Ob wir momentan wieder am Beginn eines Massenaussterbens stehen, wissen wir nicht. Die zweifelsfrei messbare schnelle Erhöhung der mittleren Temperatur unserer Erdatmosphäre deutet allerdings darauf hin.

 


Schwierigkeit


Strecke

1,0 km


Dauer

16 m


Aufstieg

20 m


Abstieg

0 m


Start

Der Weg verläuft von Süden nach Norden. Startpunkt: Lindenstraße 21, Leimen-Gauangelloch


Ziel

Der Endpunkt ist auf Höhe der Straße “Im Neurott”


Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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