Kloster Lobenfeld (Foto: Tobias Schwerdt )

Rundtour Neckargemünd (Kleiner Odenwald)

Auf Rad-, Feld und Waldwegen geht diese Rundtour von Neckargemünd über Dilsberg, Lobbach, Mauer, Bammental und wieder nach Neckargemünd. Abwechslungsreich geht es durch Felder,  Waldstücke,  kleine Gemeinden des Kleinen Odenwalds.

Die erste Hälfte der Tour ist eine "Bergetappe". Selbst für Trainierte bietet die Strecke mit ihren langen Anstiegen und  Waldwegen durchaus Herausforderungen. Die Mühen werden jedoch durch tolle Ausblicke und schöne Abfahrten belohnt. Die zweite Hälfte der Tour ab Lobbach ist gemächlicher mit nur einem kleineren Anstieg zwischen Wiesenbach und Neckargemünd, ansonsten führt sie uns gemütlich entlang des Neckars und der schönen Bachläufe von Lobbach, Biddersbach und Elsenz.

 


Schwierigkeit

schwer


Strecke

34,7 km


Dauer

3:00 h


Aufstieg

316 m


Abstieg

304 m

bei Mückenloch ()

bei Mückenloch

Elsenzidylle, Neckargemünd (Beate Otto)

Elsenzidylle, Neckargemünd

Elsenzaue Hollmuthang, Neckargemünd (Beate Otto)

Elsenzaue Hollmuthang, Neckargemünd

Reilser Dörndl (Beate Otto)

Reilser Dörndl

Ausblick bei Lobbach (Beate Otto)

Ausblick bei Lobbach

Kloster Lobenfeld (Tobias Schwerdt)

Kloster Lobenfeld

Radweg bei Lobach-Lobenfeld (Tobias Schwerdt)

Radweg bei Lobach-Lobenfeld

Elsenztalradweg bei Mauer (Tobias Schwerdt)

Elsenztalradweg bei Mauer

Streuobstwiesen bei Wiesenbach (Tobias Schwerdt)

Streuobstwiesen bei Wiesenbach

Hütte am Steinernen Tisch (Johannes Lang)

Hütte am Steinernen Tisch

Radweg entlang des Neckars (Johannes Lang)

Radweg entlang des Neckars


Start

S-Bahnhof Neckargemünd (Altstadt)


Ziel

S-Bahnhof Neckargemünd (Altstadt)


Wegbeschreibung

Startpunkt der Radtour ist der S-Bahnhof Neckargemünd (Altstadt). Über die Fahrrad- und Fußgängerbrücke gelangen wir auf die Julius-Menzer-Straße, an deren Ende wir rechts auf den Radweg an der Dilsberger Straße abbiegen. Der im Frühjahr 2016 fertiggestellte neue Radwegeabschnitt führt parallel zum Neckar und führt uns am Alten E-Werk von Neckargemünd vorbei bis nach Rainbach. Hier gabelt sich die Straße, wir bleiben jedoch weiter auf dem Radweg am Neckar.

Unterhalb des Dilsbergs angelangt eröffnet sich uns ein schöner Blick aufs andere Neckarufer und die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Neckarsteinach, die vier Burgen (Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Schadeck auch Schwalbennest). Am Campingplatz „Unter’m Dilsberg“ geht es nun auf einem Schotterweg, ca. 200 m, die erste kleine Steigung den Hügel hinauf. Direkt auf der Kuppe folgen wir dem asphaltiertem Weg nach rechts. Diesem Weg folgen wir, leicht ansteigend, bis zur Neckargemünder Straße und biegen links ab.

Der Radweg verläuft nun wieder parallel zur Straße und führt zur Gemeinde Neuhof. An der ersten Kreuzung innerhalb der Ortschaft biegen wir links in den Ringweg ab. Dieser führt den Berg hinauf und gabelt sich in die Straßen Neuhofer Straße und Bannholzweg. Wir folgen ein kurzes Stück dem Bannholzweg und biegen dann in die Straße Am Schänzel ab. Diese führt auf einem schönen Radweg durch ein Waldstück. Wir kommen an den Sportstätten vorbei und bleiben auf diesem Weg bis zur Waldwimmersbacher Straße. 

Diese überqueren wir und umfahren die Gemeinde Mückenloch. Hier beginnt der letzte große Anstieg der Tour, der über einen befestigten Feldweg zu einen Waldweg führt, auf dem wir rechts Richtung Lobbach fahren. Vorbei am „Steinernen Tisch“ folgen wir weiterhin rechts der Beschilderung in Richtung Lobbach. Sobald man aus dem Wald kommt hat man eine Sicht bis zum Heuchelberg und Stromberg (Natürlich nur bei gutem Wetter). Bis zum Ortseingang Lobbach geht es nun bergab. Hier überqueren wir die Hauptstraße und folgen dem Radweg entlang des Lobbachs und Bachlehrpfads bis nach Lobenfeld.

In Lobenfeld angekommen bleiben wir auf der Klosterstraße, welche uns direkt am Kloster Lobbach vorbei führt.Die ehemalige Klosterkirche stammt aus der Stauferzeit. Im Chor und im nördlichen Querarm der Kirche befinden sich hochrangige Wandmalereien unterschiedlicher Malphasen. Aus spätromanischer Zeit stammen die äußerst qualitätsvollen Wandbilder im Chor, aus der früh- und hochgotischen Zeit stammen die Wandbilder an der Ostwand des nördlichen Querhauses.

Wir folgen nun dem Radweg Richtung Mönchzell und weiter nach Meckesheim. Kurz vor der Ortseinfahrt von Meckesheim ist rechts oben am Hang die Ruine der St.Martinskirche etwas schwer zu erkennen. Sie wurde im 7. oder 8. Jahrhundert, also in der fränkischen Besiedlungszeit, auf einem römischen Ruineplatz erbaut. Diese Kapelle übernahm im Mittelalter sowohl die Funktion als Wallfahrtsstätte als auch als Pfarrkirche. Das Gelände um die Martinskirche wurde über 1.000 Jahre als Begräbnisstätte benutzt, bis 1817 ein neuer Friedhof in der Talaue entstand.

Die Luisenstraße führt uns nun in die Ortsmitte von Meckesheim. Am Kreisel biegen wir rechts in die Friedrichsstraße ein. Diese führt uns am schön sanierten Ortskern am Rathaus und an der evangelischen Kirche vorbei. Wir folgen links der Bahnhofsstraße und überqueren die Elsenz. Hier sehen wir rechts ein beeindruckendes historisches Gebäude. Die frühere Getreidemühle ist heute das E-Werk des Elsenztals. 

Vor den Bahngleisen kommen wir nach rechts auf den Elsenztal-Radweg. Dieser Freizeitroute folgen wir nach rechts in nordwestliche Richtung nach Mauer (nordwestlich) bis zu unserem Start- und Endziel Neckargemünd. Der regionale Radweg ist bis Neckargemünd durchgängig ausgeschildert.

Auf unserem Radweg zwischen Meckesheim und Mauer durchqueren wir einen Teil des Naturschutzgebiets Mauermer und Bammentaler Elsenztal. Die Landschaft wurde maßgeblich vom Urneckar geprägt, vor allem am Westrand des breiten Tals bei Bammental - Reilsheim ist die ehemalige Neckarschlinge durch den steilen Prallhang noch deutlich zu erkennen.

Unser Radweg führt uns entlang der Elsenz, bis nach Reilsheim, vorbei am Reilsheimer Dörndl (ehemaliger Wach- und Uhrenturm aus dem Jahre 1774) bis nach Bammental. Kurz bevor wir wieder die Elsenz überqueren liegt rechter Hand die alte Papier- und Tapetenfabrik. Ende des 19. Jahrhunderts stellte die Fabrik jährlich 3 Millionen Tapetenrollen her und beschäftigte 150 Mitarbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Firma ohne Probleme an ihre früheren Erfolge anknüpfen und erlebte in den 1970ern ihren Höchststand mit mehr als 500 Angestellten. Allerdings setzte kurz darauf der Niedergang ein und 1986 wurde das Werk in Bammental aufgegeben. Nach der Stilllegung wurden fast alle Teile abgerissen, nur die alte Papierfabrik blieb erhalten. Heute befindet sich in dem Gebäude ein Seniorenheim und die örtliche Bücherei. Das Gebäude ist nicht öffentlich zugänglich. Wen das Thema interessiert kann im nahe gelegenen Heimatmuseum in Bammental (im alten Bahnhofsgebäude) viele sehenswerte Exponate zum historischen Tapetendruck finden und vor dem Bahnhof eine in der Produktion eingesetzte Tapetendruckmaschine besichtigen. 

Der Reilsheimer Straße folgen, am Kreisel, die zweite Abzweigung (gerade aus) entlang der Industriestraße bis zum Übergang in die Wiesenbacher Straße. Nun fahren wir die zweite Straße rechts und folgen dem Radweg nach Wiesenbach. Es geht nur ein kleines Stück durch die Gemeinde. Nach der Überquerung der Wiesenbacher Landstraße biegen wir in die Straße „In der Au“, direkt nach dem Kreisel rechts und gleich nach der Kurve links  auf den Waldweg. Einfach der Beschilderung folgen. Hier folgt ein kleiner letzter Anstieg, bevor es entlang eines schönen Waldwegs am Hollmuth immer geradeaus Richtung Neckargemünd geht. Genießen Sie den blick in das Elsenztal. Am Ende des Waldwegs beginnt die Gemeinde Neckargemünd und es geht von nun an nur noch bergab bis in die Mühlgasse direkt an der Elsenz bis die Tour in der Neckargemünder Altstadt endet. Nach dieser abwechslungsreichen und landschaftlich herrlichen Berg- und Taltour locken nun die vielen schönen Einkehrmöglichkeiten in der historischen Altstadt von Neckargemünd.

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