Kraichgauer Hügelland (Foto: Dorothea Burkhardt )

Rundtour Waibstadt

Südöstlich von Heidelberg liegt das Naherholungsgebiet "die Brunnenregion", durch die uns diese abwechslungsreiche Rundtour führt. Vor allem die herrlich langen Streckenteile durch die Felder und Streuobstwiesen mit vielen schönen Blicken und die netten kleinen Ortschaften mit ihren Burgen & Schlössern und liebevoll geführten Heimatmuseen machen diesen Radausflug zu einem besonderen Erlebnis. 

Unsere Tour beginnt in Waibstadt, bekannt durch die Legende vom Brunnenweible. Eine Brunnenfigur am Rathausbrunnen, die nach der Legende ein deutscher Kaiser im 12. Jahrhundert als Dank für sein geglücktes Versteck in Waibstadt gestiftet haben soll.

Von dort aus geht es ins ehemalige Amtsstädtchen Neckarbischofsheim. Hier hinterließen die Herren von Helmstadt einige historisch wertvolle und schön anzusehende Bauwerke. Romantiker und Hochzeitspaare sind im Alten Schloß mit einem der schönsten Trauzimmer Deutschlands, dem Schlossgarten und Schlosshotel (Neues Schloß) genau richtig. Der Fünfeckige Turm ist ebenfalls ein Überbleibsel aus dem Mittelalter. Im Zuge der Stadterweiterung im Jahr 1448 wurde der Turm mit der Stadtmauer erbaut. Die besondere Form sollte ankommenden Kanonenkugeln möglichst wenig Angriffsfläche bieten. Später diente der Turm als Gefängnis, heute befindet sich das Heimatmuseum im „Fünfeckigen Turm“. 

Weiter geht es nach Helmstadt. Hier ist der renaissancezeitliche Ziehbrunnen, der dort vom einstigen Wasserschloss der bedeutenden Herren von Helmstadt kündet, zu bewundern. 

Nach einem längeren Waldweg erreichen wir Epfenbach. Unsere Route führt uns zwar vorbei an Epfenbach, wer sich aber die Zeit nimmt, dem bieten die zahlreichen Fachwerkhäuschen des Ortes wunderbare Fotomotive. In einem der schönsten Fachwerkhäuser befindet sich ein sehr interessantes Heimatmuseum.   

Abschließend geht es weiter nach Neidenstein, wo die Ritter von Venningen ihre Spuren hinterließen. Oberhalb der Gemeinde thront die Burg Neidenstein. Auch heute ist sie noch im Privatbesitz der Familie von Venningen und ist nicht zu besichtigen. In Neidenstein lassen sich einige Fachwerkhäuser entdecken. In einem dieser Fachwerkhäuser befindet sich ein liebevoll geführtes Heimatmuseum. 

Unsere Radrunde führt uns weiter zum "Schreinerdorf" Eschelbronn. Auch hier erwartet uns ein ganz besonderes Kleinod. Das Schreiner- und Heimatmuseum zeigt sehr anschaulich sehenswerte Handwerkskunst aus früheren Zeiten. 

Schließlich geht es vorbei an Zuzenhausen über Daisbach und zurück nach Waibstadt. In Zuzenhausen residiert heute im Venningen'schen Schloss die TSG 1899 Hoffenheim. Lust auf ein frisch gebrautes regionales Bier oder Brot und Kuchen aus Kraichgauer Korn? Dann legen Sie einen Stopp bei der Dachsenfranzbrauerei oder bei der Mühlenbäckerei in Zuzenhausen ein.

Bevor uns die Route zurück nach Waibstadt führt passieren wir das Dorf Daisbach. Hier liegt etwas versteckt hinter der evangelischen Kirche in einer Parkanlage mit See die Ruine des Schloss Daisbach. Die Wasserburg wurde vermutlich um 1200 erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg beschädigt, Teile des Hauptbaus sind dabei wohl abgebrannt. Versuche das Schloss wiederaufzubauen scheiterten und die Anlage verfiel zunehmend und diente schließlich nur noch als Steinbruch. Lediglich der Gewölbekeller wurde noch als Lager verwendet. Durch ehrenamtliche Sanierungs- und Sicherungsarbeiten ist die Ruine seit 1995 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

 

 

 


Schwierigkeit

mittel


Strecke

33,5 km


Dauer

2:28 h


Aufstieg

379 m


Abstieg

389 m

Neidenstein mit Burg (Dorothea Burkhardt)

Neidenstein mit Burg

Schlosspark in Neckarbischofsheim (Dorothea Burkhardt)

Schlosspark in Neckarbischofsheim

Kraichgauer Hügelland (Dorothea Burkhardt)

Kraichgauer Hügelland

Kraichgauer Hügelland (Dorothea Burkhardt)

Kraichgauer Hügelland

Rast an der Burg Daisbach, Waibstadt (Beate Otto)

Rast an der Burg Daisbach, Waibstadt

Aussichten bei Zuzenhausen (Beate Otto)

Aussichten bei Zuzenhausen

Kraichgauer Hügelland (Beate Otto)

Kraichgauer Hügelland


Start

Bahnhof Waibstadt


Ziel

Bahnhof Waibstadt


Wegbeschreibung

Unsere Radtour beginnt am Bahnhof von Waibstadt, das im nördlichen Kraichgau, am Übergang des Kraichgauer Hügellandes zum Kleinen Odenwald liegt. Das Bild der Gemeinde wird von der katholischen Stadtkirche im neugotischen Stil bestimmt,. Diese ragt mit ihrem 65 Meter hohen Turm aus dem Stadtkern heraus und ist weithin sichtbar.   

Für uns geht der Weg zunächst entlang der Bahnhofstraße und über die Brücke. Danach biegen wir links ab in Richtung Neckarbischofsheim und fahren die Helmstadter Straße entlang bis wir die Bundesstraße erreichen. Gegenüber verläuft ein schöner, bequemer Weg, der uns zum Radweg in Richtung Neckarbischofsheim führt. Wir fahren entlang des Naturschutzgebietes Waibstädter Schwarzbachaue, das rechts von uns liegt. Nachdem wir die Brücke überquert und an der Kläranlage vorbeigeradelt sind, folgen wir dem Radweg der parallel zur Straße verläuft und erreichen so Neckarbischofsheim. Es lohnt sich in das Städtchen hinein zu fahren und den Schloßpark zu besuchen, bevor wir am Kreisel beim Ortseingang in Richtung Helmstadt weiterfahren. Über die Bahnhofstraße und Helmstadter Straße geht es nun bergauf. Wir fahren ein Stück durch die typische Felder- und Wiesenlandschaft des Kraichgaus. Der Weg führt uns vorbei an den Aussiedlerhöfen bis wir schließlich Helmstadt erreichen. Nach einem kurzen Stück durch die Gemeinde, das uns unter anderem am Bahnhof vorbeiführt, unterqueren wir die Bundesstraße und halten uns am Friedhof links. Auf einem Feldweg radeln wir jetzt dem Forlenwald entgegen. Im Wald stoßen wir auf einen Weg, der uns nach Norden Richtung Epfenbach bringt. Vor dem Ort biegen wir links in den Feldweg ein, fahren danach ein Stück auf der Kreisstraße nach Süden und nehmen dann den rechts abzweigenden Waldweg, der nach Neidenstein führt.

Bevor wir den Ort erreichen, geht es noch einmal durch ein schönes Waldstück. Nachdem wir die Bahnlinie und Umgehungsstraße in Neidenstein überquert haben, erreichen wir wenige Kilometer weiter Eschelbronn. In der Region ist der Ort wegen zahlreicher ansässiger Möbelproduktions- und Vertriebsunternehmen als traditionsreiches „Schreinerdorf“ bekannt. Wir durchfahren die Ortschaft und nehmen den an der Kirche rechts vorbeiführenden Weg nach Zuzenhausen.

Über die Eschelbronner Straße und Rechgasse fahren wir nun Richtung Osten ins freie Feld bis wir den Waibstadter Stadtteil Daisbach erreichen. Für uns geht es nun auf dem letzten Stück unserer Rundtour an der Kirche vorbei und durch Daisbach hindurch. Auf dem gut ausgebauten Radweg erreichen wir schließlich Waibstadt und unseren Ausgangspunkt, den Bahnhof des Ortes.

 

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